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DFL-Wirtschaftsreport: 36 Clubs, 7 Kennzahlen, jedes erste Quartal

Der Wirtschaftsreport der Bundesliga erscheint laut Glossar der Bundesliga-Gruppe (abgerufen am 12. September 2026) alljährlich im ersten Quartal und weist sieben Kennzahlenbereiche der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften aus Bundesliga und 2. Bundesliga kumuliert aus. Dieses Dossier ordnet Inhalt, Rhythmus und Grenzen des Dokuments.

Von Kai Ostermann, Redakteur Sportbusiness, Politik & Förderung

7 Min. Lesezeit
DFL-Wirtschaftsreport: 36 Clubs, 7 Kennzahlen, jedes erste Quartal
Symbolbild: Die Leistungsträger (KI-generiert)

Stand: 14. September 2026 · Format: Dossier (Living Doc), Version 1.0 · Quelle aller Angaben: Glossar der Bundesliga-Gruppe, abgerufen am 12. September 2026

Der Wirtschaftsreport der Bundesliga, früher Bundesliga Report, erscheint laut Glossar der Bundesliga-Gruppe alljährlich im ersten Quartal in kumulierter Form alljährlich im ersten Quartal. Er erfasst die wirtschaftlichen Kennzahlen der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften aus Bundesliga und 2. Bundesliga für das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr. Das Glossar nennt sieben Kennzahlenbereiche, jeder wird mit den vorangegangenen Geschäftsjahren verglichen.

Wer wissen will, wie der deutsche Profifußball wirtschaftlich in Summe dasteht, findet die Antwort in diesem Dokument. Wer wissen will, wie ein einzelner Club dasteht, findet sie dort nicht, denn der Report weist die Werte kumuliert aus. Dieses Dossier ordnet die sieben Bereiche, den Veröffentlichungsrhythmus und die Grenzen des Dokuments. Es wird fortgeschrieben, sobald die DFL weitere Angaben veröffentlicht.

1. Was der Wirtschaftsreport erfasst

Das Glossar der Bundesliga-Gruppe nennt sieben Kennzahlenbereiche: die Gesamteinnahmen der Clubs, die Bilanzsumme, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Personalaufwand im Spielbetrieb in Relation zum Gesamterlös. Diese vier Bereiche bilden den Kern der klassischen Finanzberichterstattung ab.

Hinzu kommen die an den Fiskus gezahlten Steuern sowie die Abgaben für Sozial- und Unfallversicherungen, die Anzahl der im Umfeld des deutschen Profifußballs direkt oder indirekt beschäftigten Personen und Erhebungen zum Ticketabsatz. Die beiden letzten Bereiche gehen über die Bilanz hinaus und beschreiben die Wirkung des Spielbetriebs auf Beschäftigung und Nachfrage.

Alle Werte erscheinen in kumulierter Form. Die Kennzahlen der 36 Clubs werden zusammengefasst und als Summe für Bundesliga und 2. Bundesliga dargestellt. Ein Leser sieht die Gesamteinnahmen aller Clubs, nicht die Einnahmen eines bestimmten Vereins. Ob und in welcher Tiefe der Report nach Liga trennt, lässt das Glossar offen.

2. Wann und wie die Veröffentlichung erfolgt

Der Report erscheint laut Glossar alljährlich im ersten Quartal. Bezugszeitraum ist das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr. Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres und der Veröffentlichung liegt damit ein zeitlicher Abstand. Wie lang dieser Abstand ist und an welchem Tag der Report erscheint, nennt das Glossar nicht.

Die Kennzahlen werden jeweils mit den vorangegangenen Geschäftsjahren verglichen. Der Report ist also keine Momentaufnahme, sondern eine Zeitreihe. Für Entscheider ist das der wichtigste Punkt: Jede Kennzahl lässt sich gegen ihren Vorjahreswert lesen, die Richtung der Entwicklung ist im Dokument selbst abgebildet.

Seit welchem Jahr der Report in dieser Form erscheint, geht aus dem Glossar nicht hervor. Bekannt ist nur die Umbenennung von Bundesliga Report zu Wirtschaftsreport. Ob mit dem neuen Namen auch die Methodik geändert wurde, sagt die Quelle nicht. Dieses Dossier benennt das als Lücke und ergänzt die Angabe, sobald sie belegt vorliegt.

3. Welche Organisationen erfasst werden

Der Report erfasst die wirtschaftlichen Kennzahlen der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga. Die Formulierung „Vereine und Kapitalgesellschaften“ umfasst zwei Rechtsformen als Erfassungseinheit. Welche Clubs in welcher Rechtsform erfasst werden, nennt das Glossar nicht.

Die Zusammensetzung der beiden Ligen ändert sich durch Auf- und Abstieg. Ein Jahresvergleich der kumulierten Werte vergleicht also nicht zwingend dieselben 36 Organisationen, sondern die jeweiligen Ligamitglieder des betrachteten Geschäftsjahres. Wer Zeitreihen interpretiert, muss diesen Effekt mitdenken. Ob der Report ihn ausweist oder bereinigt, geht aus dem Glossar nicht hervor.

Clubs unterhalb der 2. Bundesliga gehören nicht zum Erfassungsbereich. Das Glossar nennt ausdrücklich nur Bundesliga und 2. Bundesliga. Aussagen zum gesamten deutschen Fußball lassen sich aus dem Report nicht ableiten.

4. Kennzahlen im Überblick

Nr. Kennzahlenbereich Kurzbeschreibung laut Glossar Darstellung
1 Gesamteinnahmen der Clubs Summe der Erlöse aller 36 Clubs kumuliert, mit Vorjahren
2 Bilanzsumme Summe der Bilanzen aller 36 Clubs kumuliert, mit Vorjahren
3 Gewinn- und Verlustrechnung Ergebnisrechnung des abgeschlossenen Geschäftsjahres kumuliert, mit Vorjahren
4 Personalaufwand im Spielbetrieb in Relation zum Gesamterlös Quote der Personalkosten des Spielbetriebs am Gesamterlös kumuliert, mit Vorjahren
5 Steuern und Sozialabgaben An den Fiskus gezahlte Steuern sowie Abgaben für Sozial- und Unfallversicherungen kumuliert, mit Vorjahren
6 Beschäftigte Anzahl der im Umfeld des deutschen Profifußballs direkt oder indirekt beschäftigten Personen kumuliert, mit Vorjahren
7 Ticketabsatz Erhebungen zum Ticketabsatz in Bundesliga und 2. Bundesliga kumuliert, mit Vorjahren

Quelle: Glossar der Bundesliga-Gruppe, Eintrag „Wirtschaftsreport“, abgerufen am 12. September 2026. Die Spalte „Darstellung“ fasst die Angaben zu kumulierter Form und Jahresvergleich aus demselben Eintrag zusammen.

5. Was das Glossar nicht beantwortet

Sechs Punkte bleiben nach Lektüre des Glossars offen. Sie sind hier aufgeführt, damit Entscheider sie bei der DFL direkt klären können und damit dieses Dokument bei neuen Belegen aktualisiert wird.

Das Glossar nennt nicht das Jahr, seit dem der Report in der heutigen Form erscheint. Es nennt nur die frühere Bezeichnung Bundesliga Report. Ob Einzelclubs Einsicht in disaggregierte Daten erhalten, etwa für internes Benchmarking, ist nicht belegt. Das Glossar beschreibt nur die kumulierte Veröffentlichung.

Das Glossar nennt keine Prüfinstanz, die die Daten vor der Veröffentlichung validiert. Ob die Methodik über die Jahre konstant geblieben ist, bleibt offen. Der Jahresvergleich setzt Vergleichbarkeit voraus, das Glossar belegt sie aber nicht ausdrücklich.

Die Definition der indirekt Beschäftigten fehlt. Das Glossar nennt die Kategorie, nicht die Abgrenzung. Ob der Report Medienrechte und Sponsoring-Einnahmen getrennt ausweist, ist nicht belegt. Das Glossar spricht nur von Gesamteinnahmen. Wer diese Positionen einzeln braucht, muss andere Quellen heranziehen, etwa die Analyse zu Medienrechten und Sponsoring der Bundesliga 2026 und der Frage, wer was bis wann zahlt.

6. Nutzen und Grenzen für Entscheider

Der Veröffentlichungszeitpunkt im ersten Quartal legt den Rhythmus fest, in dem die Ligazahlen vorliegen. Wer die Kennzahlen in Budget- oder Sponsoringgesprächen einsetzen will, kennt damit den Zeitraum, in dem die Werte für das abgeschlossene Geschäftsjahr erscheinen. Ob die DFL einzelne Kennzahlen früher oder gesondert veröffentlicht, sagt das Glossar nicht.

Die Zeitreihe ist der analytische Kern des Dokuments. Da der Report jede Kennzahl mit den vorangegangenen Geschäftsjahren vergleicht, ist die Veränderung aussagekräftiger als der absolute Wert. Die Quote Personalaufwand im Spielbetrieb zu Gesamterlös ist dabei die einzige Relationszahl unter den sieben Bereichen. Als Verhältnis ist sie weniger anfällig für Größenverschiebungen, die durch Auf- und Abstieg entstehen, als absolute Summen.

Die eigenen Zahlen lassen sich gegen die Ligasumme legen. Ein Club kann seine Personalaufwandsquote mit der kumulierten Ligaquote vergleichen. Ein Sponsor kann den Ticketabsatz der Liga als Indikator für Reichweite vor Ort lesen. Ein Verband kann Steuern und Sozialabgaben als Argument in der Sportpolitik verwenden, sofern er die Zahl mit Jahr und Quelle nennt.

Die Grenze des Reports ist eindeutig. Er sagt nichts über einzelne Clubs, nichts über einzelne Verträge und nichts über einzelne Gehälter. Wer solche Angaben braucht, benötigt Primärbelege der Beteiligten. Ein Beispiel für die Praxis der Nichtnennung liefert die Meldung zur Verlängerung der Bundesliga mit EA SPORTS FC ohne Summe und ohne Enddatum.

FAQ

Wann erscheint der Wirtschaftsreport? Laut Glossar der Bundesliga-Gruppe alljährlich im ersten Quartal. Bezugszeitraum ist das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr. Ein konkreter Veröffentlichungstag ist im Glossar nicht genannt.

Sind Daten einzelner Clubs einsehbar? Das Glossar beschreibt die Veröffentlichung ausschließlich in kumulierter Form für alle 36 Vereine und Kapitalgesellschaften. Ob Clubs intern disaggregierte Daten erhalten, geht aus der Quelle nicht hervor.

Wie wird der Personalaufwand definiert? Das Glossar nennt den Personalaufwand im Spielbetrieb in Relation zum Gesamterlös. Eine weitergehende Definition, etwa zur Abgrenzung von Spielbetrieb und Verwaltung, liefert das Glossar nicht.

Was bedeutet kumuliert? Die Kennzahlen der 36 Clubs werden zu einer Summe für Bundesliga und 2. Bundesliga zusammengefasst. Einzelwerte je Club sind in dieser Darstellung nicht enthalten.

Werden die Zahlen mit früheren Jahren verglichen? Ja. Laut Glossar werden die Kennzahlen jeweils mit den vorangegangenen Geschäftsjahren verglichen. Wie viele Jahre der Vergleich zurückreicht, nennt das Glossar nicht.

Was das für Entscheider heißt

Vereinsgeschäftsführer bekommen mit dem Report einmal im Jahr eine Ligareferenz für Einnahmen, Bilanzsumme und Personalaufwandsquote, gegen die sie ihre eigenen Zahlen legen können. Sponsoren erhalten mit Ticketabsatz und Beschäftigtenzahlen zwei Kennzahlen, die sich als Reichweiten- und Wirkungsargument in Verhandlungen einbringen lassen, sofern Jahr und Quelle genannt werden. Verbands- und Politikvertreter finden in den ausgewiesenen Steuern und Sozialabgaben eine belegte Größe für die fiskalische Rolle des Profifußballs. Wer Einzelclubdaten, Medienrechte-Erlöse oder Sponsoring-Volumina braucht, muss diese gesondert anfordern, denn das Glossar weist sie für den Report nicht aus. Die in Kapitel 5 genannten sechs Lücken sind die Fragen, die Entscheider der DFL stellen sollten.

Kurz gesagt

Der Wirtschaftsreport liefert jedes erste Quartal sieben kumulierte Kennzahlenbereiche für 36 Clubs mit Vorjahresvergleich, aber keine Einzelclubdaten.

Quellen

Änderungsprotokoll

Datum Version Änderung
14. September 2026 1.0 Erstveröffentlichung als Dossier (Living Doc)

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Quelle