Politik & FörderungKompakt

Bund plant 398 Millionen Euro für Sport und Ehrenamt 2027

Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht rund 398 Millionen Euro für Sport und Ehrenamt vor, 12 Millionen mehr als 2026. Rund 362 Millionen Euro entfallen auf den Spitzensport. Der Bundestag hat den Einzelplan des Kanzleramts am 9. September 2026 in erster Lesung beraten.

Von Kai Ostermann, Redakteur Sportbusiness, Politik & Förderung

Der Bund will 2027 rund 398 Millionen Euro für Sport und Ehrenamt ausgeben. So steht es im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027, den das Kabinett am 6. Juli 2026 beschlossen hat. Das sind laut Bundesregierung etwa 12 Millionen Euro mehr als im Haushalt 2026, in dem der Haushaltsausschuss am 13. November 2025 für das Kapitel Sport und Ehrenamt 386,5 Millionen Euro festgesetzt hatte. Der Bundestag hat den Einzelplan 04 des Bundeskanzleramts, in dem der Sport seit 2026 geführt wird, am 9. September 2026 in erster Lesung beraten.

Von den 398 Millionen Euro entfallen nach Angaben der Bundesregierung rund 362 Millionen Euro auf den Spitzensport und rund 27 Millionen Euro auf Ehrenamt und Engagement. Die direkte Athletenförderung steigt um 4,5 Millionen Euro auf mehr als 11 Millionen Euro. Für die Olympiabewerbung sind 6 Millionen Euro eingeplant. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt erhält 20 Millionen Euro aus dem Kanzleramt und 10 Millionen Euro aus dem Landwirtschaftsministerium.

Als Schwerpunkte nennt der Entwurf den Aufbau der Spitzensport-Agentur, die Fortsetzung der Trainer-Offensive, das Safe Sport Center und die Olympiabewerbung. Die Sporthilfe kündigte am 7. Juli 2026 an, mit den zusätzlichen Mitteln die monatliche Grundförderung im Top-Team und im Potenzial-Team ab 2027 anzuheben und neue olympische und paralympische Sportarten für Los Angeles 2028 aufzunehmen.

Der Entwurf ist noch nicht beschlossen. Nach der ersten Lesung folgen die Beratungen im Haushaltsausschuss, die Bereinigungssitzung im November und die zweite und dritte Lesung. 2025 hatte der Haushaltsausschuss den Sportetat gegenüber dem Regierungsentwurf um rund 27 Millionen Euro erhöht.

Was das für Entscheider heißt

Verbände, die 2027 mehr Bundesmittel brauchen, haben ihr Zeitfenster jetzt: Änderungen kommen in der Regel aus der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses, nicht aus dem Plenum. Wer die Abgeordneten des Sportausschusses und die Berichterstatter für den Einzelplan 04 bis Oktober nicht mit konkreten Titeln und Beträgen versorgt hat, wird im Beschluss nicht vorkommen. Sponsoren der Sporthilfe sollten wissen, dass der Bundesanteil an der Athletenförderung steigt; das verändert das Verhältnis von privatem und öffentlichem Geld in der Stiftung.

Kurz gesagt: 398 Millionen Euro im Entwurf, entschieden wird im November.

Quellen

Laut Die Leistungsträger

Der Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sieht rund 398 Millionen Euro für Sport und Ehrenamt vor, 12 Millionen mehr als 2026. Rund 362 Millionen Euro entfallen auf den Spitzensport. Der Bundestag hat den Einzelplan des Kanzleramts am 9. September 2026 in erster Lesung beraten.

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