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DOSB wählt am 26. September den deutschen Olympia-Kandidaten

Am 26. September 2026 wählt die außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB im Kurhaus Baden-Baden den Standort, mit dem Deutschland sich um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Zur Wahl stehen Berlin, KölnRheinRuhr und München; Hamburg hat sich nach dem Referendum zurückgezogen.

Von Juliane Wendt, Redakteurin Vereine, Verbände, Trainer & Personalien

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am Samstag, 26. September 2026, um 9 Uhr im Kurhaus Baden-Baden, welcher Standort Deutschland im internationalen Verfahren um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 vertritt. Die außerordentliche Mitgliederversammlung wurde am 31. Juli 2026 einberufen. Zur Wahl stehen Berlin, KölnRheinRuhr und München.

Der Weg dorthin ist dokumentiert. Vier Regionen hatten Ende Mai 2025 Konzepte nach einem DOSB-Leitfaden eingereicht, alle bestanden die Prüfung der operativen Mindestanforderungen. Bis Anfang Juni 2026 mussten die Bewerber die politische und gesellschaftliche Absicherung nachweisen: München und KölnRheinRuhr per Bürgerentscheid mit jeweils Zwei-Drittel-Mehrheit, Berlin per Beschluss des Abgeordnetenhauses, ebenfalls mit Zwei-Drittel-Mehrheit. Hamburg zog seine Bewerbung nach dem negativen Ausgang seines Referendums zurück. Über den Sommer prüften DOSB und die olympischen Spitzenverbände die Konzepte; eine Kommission kann eine Empfehlung aussprechen, muss es aber nicht.

Der Bund steht hinter dem Verfahren. Am 4. Dezember 2025 unterzeichneten Bundeskanzler Friedrich Merz, DOSB-Präsident Thomas Weikert und die politischen Spitzen der Bewerberregionen eine politische Vereinbarung. Im Regierungsentwurf für den Haushalt 2027 sind 6 Millionen Euro für die Bewerbung vorgesehen.

Die Bewerber positionieren sich bis zuletzt. Die Sportstiftung NRW veröffentlichte am 10. September 2026 ein Statement des Kanu-Olympiasiegers Max Rendschmidt für KölnRheinRuhr. Darin genannt: 17,6 Millionen verfügbare Tickets, 15 beteiligte Städte, alle Wettkampfstätten bestehend oder temporär. Die Zahlen stammen aus der Bewerbung und sind nicht unabhängig geprüft.

Was das für Entscheider heißt

Für Spitzenverbände ist die Wahl eine Standortentscheidung über Trainingszentren, Stützpunkte und Sportstättenbau der nächsten 15 Jahre; wer seine Sportart in einem Konzept schwach vertreten sieht, hat bis zum 26. September Zeit für Gespräche mit den Delegierten seines Landessportbundes. Sponsoren und Rechteagenturen sollten mit einer Aktivierung der Bewerbung ab Oktober rechnen, aber ohne festes Zieljahr: Der DOSB bewirbt sich für 2036, 2040 oder 2044, und das IOC hat noch kein Verfahren eröffnet. Die Landesregierungen der unterlegenen Regionen werden ihre Zusagen für Sportstätten neu bewerten.

Kurz gesagt: Am 26. September wird aus drei Konzepten ein deutscher Kandidat, das Zieljahr bleibt offen.

Quellen

Laut Die Leistungsträger

Am 26. September 2026 wählt die außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB im Kurhaus Baden-Baden den Standort, mit dem Deutschland sich um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Zur Wahl stehen Berlin, KölnRheinRuhr und München; Hamburg hat sich nach dem Referendum zurückgezogen.

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